Dienstag, 20. oktober 2009 2 20 /10 /2009 21:54
Wie die Zeit vergeht...
Seit Juni habe ich nichts mehr geschrieben. Warum? Ich weiß es nicht. Irgendwie hatte ich nicht das Bedürfnis, die Inspiration...ich habe nicht einmal an den Blog gedacht.
Was hat sich geändert in dieser langen Zeit?
Nicht viel...
Und doch so einiges.
Mr. Right hat nichts mehr mit dem Brechmittel- was auch immer da genau gelaufen ist. Ich weiß es noch immer nicht und vielleicht ist es auch besser, wenn ich mir nicht vorstelle, wie ER mit ihr im Bett liegt... Zum Glück war das Ganze nie offiziell und öffentlich.
Das Brechmittel hatte das übliche Jahr- nur dieses mal hat ER nicht den Fehler gemacht, in der Öffentlichkeit zu ihr zu stehen.
Jetzt ist es wohl vorbei. Ein Glück.
Was habe ich davon?
Nicht viel...
Es schmerzt nicht mehr so sehr, das ist alles.
Und sonst?
Nicht viel...
Ich hatte eine kurze Liason mit der Tuba ... Sehr kurz ... eine Nacht ... in der er sturzbetrunken war ... vielleicht habe ich das ausgenutzt ... aber ich habe nicht angefangen ihn zu küssen ...
er hatte eine Freundin ... er hat sie noch immer ... ich ... war gar nichts für ihn ... ein Fehler ... der nun ein schlechtes Bild auf ihn wirft ... mehr nicht ...
Und für mich?
Das Ganze hat mir gezeigt, dass es noch andere Männer auf der Welt gibt, die interessant und begehrenswert sind.
Mehr nicht. Was bringt mir das?
Nicht viel...
Die Tuba war der erste Mann seit Mr. Right, mit dem ich geknutscht habe und mit dem ich mir auch mehr hätte vorstellen können. Ja, er hätte ganz gut gepasst. Aber die Guten sind wie immer bereits vergeben. Schicksal.
Was hat mir die Knutscherei noch gebracht?
Sie war anfangs nur ein kleiner Rachfeldzug gegen Klatsch ... das hat funktioniert ... komischerweise ... ich hätte nicht wirklich damit gerechnet ... aber am Ende hat er mich geküsst und nicht sie ... wenn auch nur für eine Nacht.
Und Mr. Right? Entweder hat ER von allem nichts mitbekommen oder ER war froh, dass ich einmal einem anderen Mann als IHM hinterhergreannt bin.
Mein Leben sonst?
Nichts besonderes...
Seit Oktober wieder arbeiten- 42h in der Woche ... vorerst ... abends geht da nicht mehr viel ... auch am Wochenende bin ich froh, wenn ich meine Ruhe habe ... Motivation neue Menschen vorzüglich Männer kennenzulernen geht steil fallend gen minus Unendlich ... was bringt das für mein Ziel, nicht alleine mein Leben verbingen zu müssen, Mr. Perfect zu finden, da Mr. Right mich nicht will???
Gar nichts...
Es ist äußerst kontraproduktiv sogar.
Dann sehe ich aus dem Fenster... es ist schon wieder Ende Oktober... ich werde nicht jünger...

Ich träumte er würde seine Uhr verlieren. Es ist eine teure Uhr mit einem Armband aus Metall. Ich streife sie mir über, sie ist ein wenig zu groß. Sie hat keine Zahlen, aber zwei Zeiger.
Auf dem einen steht: Die Zeit.
Auf dem anderen: vergeht.
(von Frau Fragmente)

Aber ich kann mich einfach nicht aufraffen, ich will mich nicht mit tausenden Vollidioten treffen müssen, um Mr. Perfect zu finden.
Alleine bleiben will ich allerdings doch auch nicht!
Aber wie soll das funktionieren?
Tipps erwünscht...

von Einsamkeit - veröffentlicht in: reflektion - Community: Auf der Suche nach der Liebe
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Donnerstag, 4. juni 2009 4 04 /06 /2009 21:33

Fragen über Fragen! Soviel ist offen - über Dich, über das Brechmittel aber auch über mich und natürlich am allermeisten über die Beziehung zwischen uns Dreien. Nun ja, die Beziehung Brechmittel zu mir ist relativ klar:
Hass, Verachtung, Eifersucht
und was es sonst noch für hässliche Worte auf der Welt gibt.
Aber du, wie gliederst du dich in dieses System?
In
terviews geben Klarheit.
Nüchtern formulierte Fragen, ohne die üblichen Anschuldigungen, Wertungen. Darauf deine Antworten.
Eine gute Idee? Eine riskante Idee!
Letztendlich aber wieder einmal nur heiße Luft von dir.
Keine Klarheit.
Alles bleibt wieder einmal offen- bis auf die Tatsache, dass du nie mehr zu mir zurückkommen wirst. Diese Tatsache ist und bleibt in Stein gemeißelt.
Irgendwann sollte diese Tatsache auch mein Herz akzeptieren, mein Verstand hat es doch längst getan. Also, warum kann das Herz dem Verstand nicht folgen?
Das Interview
Die Autorin: Hast du das Brechmittel dieses WE nach Freitag nochmal getroffen? Allein? Mehrmals?
Mr. Right: Ja , war in B. abends, waren mehrere auch dort. Nein.
Die Autorin: Wie viel ist sie die wert (absolut gesehen)?
Mr. Right: Gut befreundet
Die Autorin: Wie viel bedeutet sie dir im Vergleich mit mir zum jetzigen Zeitpunkt? Bedeutet sie dir mehr, als ich dir jemals bedeutet habe?
Mr. Right: Auch gut befreundet. Nein.
Die Autorin: Bedeute ich dir überhaupt noch etwas?
Mr. Right: Ja, siehe Antwort vorher.
Die Autorin: Was müsste passieren, dass du einer Beziehung an sich, und uns beiden im speziellen, überhaupt noch einmal eine Chance gibst in deinem Leben?

Mr. Right: Ich gebe Beziehungen natürlich eine Chance, wäre ja blöd wenn net, momentan such ich aber keine und finds ohne ok. (Anmerkung der Redaktion: Danke für die Nichtbeantwortung des zweiten Teils der Frage)

Die Autorin: Wahrscheinlich keine einfachen Fragen, aber ich würde mir wünschen, dass du ehrlich zu dir selbst und auch ehrlich zu mir bist. Ich hab gesehen, wie du ihr am Freitag nachgeschaut hast, als sie vom Friedhof gegangen ist, nur das interpretieren fällt mir etwas schwer, das kannst nur du.Vielleicht kannst du in dem Zuge auch noch das erklären, um was ich dich schon länger gebeten hatte: Was ist das zwischen dir und dem Brechmittel und wie und mit welcher Motivation hat das überhaupt angefangen? Ich will das Ganze und Dich endlich besser verstehen. Mir ist das wirklich wichtig.
Keine weiteren Antworten.
Was würde ich darum geben, dich endlich besser zu verstehen.
Was ist im Innern des nicht zur Liebe fähigen Mr. Right eigentlich schiefgelaufen?
Wie kann man ein so harter Mensch sein?
Hart zu sich selbst und unfähig zu lieben?

 

von Einsamkeit - veröffentlicht in: mr. right - Community: Auf der Suche nach der Liebe
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Freitag, 29. mai 2009 5 29 /05 /2009 23:11
Unendlich traurig und gleichzeitig wunderschön.
Die Beerdigung.
Herzen bluten.
Eine riesige seelische Wunde klafft.
Tragisch der Unfall, die trauernde Familie und Freundin, verzweifelte Gesichter überall.
Die Frage nach dem "Warum?" beschäftigt uns alle.
Wir trauern- alle gemeinsam, und doch jeder für sich allein.
Das Wetter ist schön- kalte Luft, strahlender Sonnenschein, als wir zum Friedhof laufen.
Viele sind gekommen. Sehr viele!
Es ist eine sehr, sehr schöne Beerdigung, obwohl alles so unendlich traurig ist. Die Ansprache des Pfarrers tröstet und lässt uns trotzdem nicht begreifen, warum jemand so abrupt aus unserer Mitte gerissen wird. Unsere Lieder bringen die Menschen zum weinen.
Auch wir selbst weinen.
"MUsic was my first love " von John Miles und ich habe Gänsehaut.
Als unsere "Journey to Riva" von der CD erklingt gibt es wohl keinen mehr, der noch keine Tränen in den Augen hatte.
Ich sehe einen jungen Mann 5m von mir entfernt an. Er ist schätzungsweise 23 Jahre alt. Er blickt mich an, hat Tränen in den Augen, er weint. Ich kenne ihn nicht und doch bin ich ihm in diesem Moment so nahe, würde ihn gerne in den Arm nehmen.
Dann wird der Sarg von sechs Musikerkameraden zum Grab getragen, wir Restlichen spielen "Mood Romantic" bis der Sarg im Grab verschwunden ist - jeder so gut er eben noch kann zwischen den Tränen.
Die Rede unseres Vorstandes ist ergreifend- er war doch immer so besonnen, wie konnte DAS passieren?
Warum?
"Ich hatte einen Kameraden"
Die Familie geht ans Grab, die Mutter bricht zusammen.
"Vivo per lei"
Die Freundin bedankt sich bei jedem von uns.
Die Beerdigung war sehr schön- soweit eine Beerdigung eben schön sein kann.
Wir sind alle sehr glücklich, dass wir ihm diese Dinge mitgeben konnten auf seinem letzten Weg.
Wir werden ihn sehr vermissen.
Er hat eine große Lücke in unsere Mitte gerissen.
Es ist alles so unendlich traurig.
Warum?
Wir konnten den Angehörigen heute immerhin einen kleinen Anteil Trost spenden.
Sie wissen, dass sie nicht alleine  sind.
Unsere Herzen Bluten auch!
von Einsamkeit - veröffentlicht in: schicksalsschläge - Community: "Erdbeer"-Zeit
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Freitag, 29. mai 2009 5 29 /05 /2009 22:47
Ich sehe Dich an, und frage mich wer du bist. Es ist Dir keine Gefühlsregung anzusehen. Du schaust dem Brechmittel nach, und ich frage mich, was Du dabei denkst. Liebst Du sie?
Weißt Du überhaupt was Liebe ist?
Kannst Du überhaupt lieben?
Wer bist Du?
Ein fremder Mensch blickt mich an, durch Deine Augen. Du bist nicht der, den ich kannte, der DU sein wolltest, der Du mir vorgegeben hast zu sein. Alles war nur eine Maske, hinter der Du warst. Wer Du wirklich bist, was Du wirklich denkst, das blieb und bleibt alles im verborgenen.
Wer bist DU?
Ich wünsche mir die Person zurück, die Du einmal warst... so sehr.
Und doch weiss ich genau, dass sie nie mehr zurückkommen wird.
SIe ist unwiederbringlich weg, gegangen- tot?
Ich will sie zurückhaben, diese Person.
Wie?
Ich will Dich zurück- so wie du warst.
Aber es ist zwecklos.
Diese Person existiert nicht mehr.
Das habe ich heute verstanden.
Wer bist Du jetzt?
Ich vermisse die Maske!
So sehr!

von Einsamkeit - veröffentlicht in: mr. right - Community: Club der anonymen Liebesjunkys
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Samstag, 23. mai 2009 6 23 /05 /2009 22:25
Ist das Leben fair? Wer entscheidet, wer leben darf und wer sterben muss? Wo bleibt die Gerechtigkeit, wenn jemand so jung aus dem Leben gerissen wird?
Wo ist der Sinn?

Er war ein guter Mensch, hat hart gearbeitet, seine Mutter gepflegt, seit kurzem endlich eine feste Beziehung, in der er glücklich war, ihnen war gerade mal ein Tag gegeben um die gemeinsame Wohnung einzuweih
en... und dann von einer auf die andere Sekunde ist alles vorbei.
Wo ist der Sinn?
Es gibt so viele schlechte Menschen auf der Welt. Warum sind es immer die Guten, die gehen müssen? Wo ist die Fairness? Wo ist der tiefere Sinn dahinter, den ich vielleicht nicht verstehe?
Was bleibt sind traurige, verzweifelte Angehörige, ein Vere
in, der in den letzten 6 Jahren nun schon den 4. tragischen Fall zu verarbeiten hat.
Was bleibt ist ein erneut wachsendes Gefühl in mir, dass ich mein Leben vielleicht doch verschwende- und das obwohl ich mich in gewisser Weise letztes Jahr aus diesem unsäglichen Hamsterrad befreit habe und nun wieder mehr denn lange Zeit das tue, was mir Spaß macht und mich intellektuell weiterbringt.
Wo ist der Sinn?
Und gleichtzeitig die Gedanken, die mich nicht loslassen:
Er war wohl das erste mal in seinem Leben rundum glücklich, befreit, locker, hatte alles im Leben, was er wollte, brauchte. Endlich hatte er eine Frau gefunden, die ihn lieben konnte. Warum also jetzt? Warum musste er genau jetzt gehen?
Waren wir immer fair zu ihm? War ich immer fair zu ihm? Ich habe ihn nie besonders beachtet. Er war zwar Teil meines engen Bekanntenkreises, aber er war mir nicht wichtig- er war mir egal. Er war ein netter Mensch, aber nichts besonderes für mich- nicht meine Liga- überheblicherweise.
Überheblichkeit...
Sie prägt uns, mich, meine Freunde, den gesamten Verein. Passiere
n uns deshalb diese schrecklichen Dinge? Oder ist alles einfach nur Zufall?
Oder ist es doch Schicksal?
Was ist Schicksal? Was bedeutet es? Was hat es mit uns vor?
Die Tragödie ist perfekt, da auch noch ein anderer Bekannter in alles verwickelt ist. Was könnte schlimmeres passieren als das? Jeder macht täglich Fehler, jedem hätte es passieren können.
Wo ist der Sinn?
Und ich denke an mich und Mr. Right. Wir verschwenden unsere Zeit, leben aneinander vorbei, wir haben uns wieder einmal voneinander entfernt. Ich sehe IHN zur Zeit nur sehr sporadisch. ER ist selten da, immer im Urlaub, Kurztrips mit den Yuppies.
Ich vermisse IHN, sehr sogar, würde IHN gerne jetzt in den Armen halten, in seinen Armen liegen. Aber ER lässt mich nicht. ER meldet sich nichteinmal mehr. Ich weiß nicht, ob ER gut zurückgekommen ist aus München.
ER fehlt mir so sehr- heute mal wieder mehr denn je.
Jeder Tag kann der letzte sein, wie kann man denn so überheblich leben, als wäre man unsterblich?

von Einsamkeit - veröffentlicht in: schicksalsschläge - Community: "Erdbeer"-Zeit
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